Welche homöopathischen Mittel kann man bei Trächtigkeit, Geburt und Komplikationen anwenden?
Jeder Calciummangel kann eine Eklampsie auslösen, deshalb gibt man es unter anderem auch, um eine damit verbundene Wehenschwäche möglichst zu verhindern.
Aber auch säugende Katzen können nach der Geburt eine Eklampsie bekommen, da sie durch das Säugen einen hohen Calciumverbrauch haben.

Wegen des erhöhten Calciumbedarfs einer tragenden bzw auch später einer säugenden Katze, und gegen Wehenschwäche gibt man Calcium Phosphoricum D30.
Auch gegen Wehenschwäche bei der Geburt wirkt Caulophyllum D30( 1x pro Woche)  . Viele geben auch während der Geburt noch zusätzlich ein bisschen Frubiase Calcium gegen die Wehenschwäche.

Zur Vorbereitung der Geburtswege gibt man Pulsatilla in der Potenz D30 einmal pro Woche. Ca. ab dem 50. TT, plus ein paar Tage danach täglich in der Potenz D6.

Oder ab dem 50. Tag bis zur Geburt einmal täglich Caulophyllum D6 morgens und einmal täglich Pulsatilla D4 abends. Sorgt für gute Durchblutung und Erweichung der Geburtswege und kann fehlerhafte Lage der Feten korrigieren. Das mache ich immer.

Keine oder schwache Wehen: Caulophyllum D30 im Wechsel mit Calcium phosphoricum D30 – bis zu 4 Gaben im Abstand von 30 minuten. Man kann es auch prophylaktisch geben zum Beispiel wenn die Abstände zwischen den Welpen 50 minuten und mehr betragen.Hatte damals Amy sehr gut geholfen.

Bei großer Anstrengung, Kreislaufschwäche oder Kollapsgefahr: Veratrum Album D4, drei bis vier mal im Abstand von 10 bis 30 minuten. Rescue-TropfenGeburt und Aufzucht

Etwa zwei Wochen vor der Geburt beginnt die werdende Mama nach einem sicheren Wurfplatz zu suchen. Stellen Sie Ihrer Katze eine mit Zeitungspapier ausgepolsterte Wurfkiste bereit. Obenauf legen Sie einen alten Bettbezug oder ähnliches. Nach der Geburt wird das mit Fruchtwasser durchfeuchtete Zeitungspapier mitsamt dem alten Bezug gegen eine weiche, saubere Unterlage ausgetauscht. Nehmen Sie dafür keine Frotteeware, die Kätzchen können ihre Krallen noch nicht einziehen und bleiben an den Schlingen hängen.

Wenn Ihre Katze sehr auf Sie bezogen ist, wird sie erwarten, dass Sie sich während der Geburt zu ihr setzen. Normalerweise machen Katzen instinktiv alles selbst. Sobald das erste Kätzchen geboren ist, wird die Mutter die Fruchtblase öffnen und das Kleine trockenlecken. Lediglich unerfahrene Mütter wissen manchmal nicht, was sie tun sollen. Wenn Sie bemerken, dass die Katze nicht gleich die Fruchthülle öffnet, müssen Sie es tun, damit das Kleine atmen kann. Öffnen Sie die Fruchthülle am Köpfchen, befreien Sie das Köpfchen vom Schleim und rubbeln Sie das Kleine mit einem Handtuch trocken. Achten Sie auch darauf, dass zu jedem Kätzchen eine Nachgeburt vorhanden ist. Die Nachgeburt wird normalerweise aufgefressen, tut die Mutter es nicht, müssen Sie sie entfernen. Unerfahrene Katzenmütter fressen möglicherweise die Nabelschnur zu kurz ab. Es sollten zwei bis drei Zentimeter bleiben. Halten Sie in dem Fall schützend Ihre Hand vor den Bauch des Kätzchens.

Eine Geburt kann sehr schnell gehen  - die Kätzchen kommen im Abstand von 15 - 20 Minuten -  oder auch sehr lange dauern. Nicht selten machen Katzen zwischen den einzelnen Kätzchen Pausen von einigen Stunden. Solange die Katze ruhig ist, einen zufriedenen Eindruck macht, schnurrt und sich um die bereits geborenen Kätzchen kümmert, besteht kein Grund zur Besorgnis. 

Wann Sie eingreifen sollten:

Sobald die Katze über zwei Stunden starke Wehen hat, ohne dass ein Kätzchen geboren wird. Möglicherweise blockieren zwei Kätzchen gleichzeitig den Geburtskanal. Dann müssen Sie zum Tierarzt, der entscheidet was zu tun ist. Eventuell ist ein Kaiserschnitt nötig.

Wenn eine Wehenschwäche eintritt, müssen Sie ebenfalls den Tierarzt aufsuchen. Die Wehen werden nach und nach schwächer und hören ganz auf, obwohl Sie eindeutig an den Bewegungen sehen können, dass sich noch ein Kätzchen im Bauch befindet. Dieser Zustand unterscheidet sich deutlich von den normalen Pausen zwischen den einzelnen Geburten, die Katze scheint schlapp und ausgelaugt. Der Tierarzt wird entscheiden, ob eine Wehenspritze ausreicht oder ein Kaiserschnitt nötig ist.

Ab und zu wird ein Kätzchen geboren, das schlaff daliegt und nicht atmet. Die Mutter wird sich um dieses Kätzchen nicht kümmern. Rubbeln Sie es kräftig mit einem Handtuch ab, um die Atmung anzuregen. Sie können auch vorsichtig beatmen, wenn Sie sich dazu überwinden können. Respirot ist ein Medikament, das die Atmung anregt. Sie bekommen es beim Tierarzt und sollten es vorsorglich im Hause haben. Geben Sie dem Kätzchen einen Tropfen ins Mäulchen. Es ist schon vorgekommen, dass ein Kätzchen erst nach über 20 min. zu atmen anfängt.

Kommt ein Kätzchen in Steißlage (Hinterteil, Schwänzchen und ein Beinchen sind bereits draußen) und die Katze hat Schwierigkeiten beim Austreiben, können Sie vorsichtig durch leichtes ziehen helfen. Ziehen Sie aber nur während einer Wehe.

Nabelt die Mutter die Kätzchen nicht ab, knipsen Sie die Nabelschnur mit den Fingernägeln durch, das kommt dem Abkauen der Mutter am ähnlichsten. Wenn Sie eine Schere nehmen, blutet die Nabelschnur viel stärker.

Nach der Geburt

Wiegen Sie die Kleinen und bestimmen Sie das Geschlecht. Machen Sie sich eine Wiegeliste und wiegen Sie die Kleinen täglich zur gleichen Zeit. So können Sie feststellen, ob alles in Ordnung ist. Eine Gewichtsabnahme vom ersten zum zweiten Tag ist normal, ab dem zweiten Tag sollten die Kleinen täglich zwischen 10 und 20 g zunehmen.

Nimmt ein Kätzchen ohne ersichtlichen Grund ab, kontrollieren Sie das Mäulchen, eine Gaumenspalte könnte die Ursache sein. Ein solches Kätzchen ist leider nicht lebensfähig und muss eingeschläfert werden. 
Eine andere Ursache kann Fruchtwasser sein, das bei der Geburt in die Lunge gelangt ist. Es entsteht eine Lungenentzündung und beim Atmen sieht man deutlich, wie das Kätzchen nach Luft schnappt. Auch hier kann der Tierarzt meist nicht helfen, diese Kätzchen überleben die ersten Tage nicht. 
Geht der ganze Wurf ohne ersichtlichen Grund innerhalb der ersten Wochen ein, sollte man immer auch an die Blutgruppenunverträglichkeit denken. Einen Link dazu finden Sie auf unserer Seite über Katzenkrankheiten (Blutgruppendatenbank).
Es gibt noch viele andere Ursachen, generell gilt: Sofort zum Tierarzt, ein so kleines Kätzchen hat noch keine Abwehrkräfte und tierärztliche Hilfe ist unumgänglich.

Handaufzucht

Hat die Mutter keine Milch oder kommt vom Freigang nicht zurück, was bei Hauskatzen häufig vorkommt, müssen die Kleinen von Hand aufgezogen werden. Besorgen Sie sich beim Tierarzt Katzenaufzuchtsmilch, nehmen Sie nicht die in Tierfachgeschäften angebotene Milch. Diese ist mehr für erwachsene Katzen als Leckerli gedacht. Beim Tierarzt erhalten Sie Cimilac und KMR-Milch. Anfangs reicht eine Pipette, später ein Aufzuchtsfläschchen, das Sie im Tierfachgeschäft bekommen. 

In der ersten Woche müssen Sie alle zwei Stunden füttern, auch nachts. Ab der zweiten Woche reicht es, nachts nur alle drei bis vier Stunden zu füttern. Ist die Mutter dabei, wird sie anschließend den Putzvorgang erledigen. Sind die Kleinen Waisen, reiben Sie das Bäuchlein und die Aftergegend mit einem weichen Tuch und sorgen so dafür, dass die Kleinen sich entleeren.

Viele Katzenzüchter schwören auf die Aufzuchtsmilch Mamilac. Sie ist gehaltvoller als die Milch, die man beim Tierarzt bekommt. Mit Mamilac brauchen Sie nur alle drei bis vier Stunden zu füttern. Sie bekommen Mamilac direkt beim Hersteller, Fa. IWEST in Betzdorf, Tel. Nr. 0 27 41 - 34 57.

Handaufgezogene Kätzchen fangen früher an feste Nahrung zu fressen. Sie können den Kleinen ab der 4. Woche feste Nahrung anbieten. Bleiben Sie anfangs bei der gleichen Sorte, umso weniger Probleme werden Sie mit Durchfall haben. Bewährt hat sich, eingeweichtes Trockenfutter anzubieten, damit gibt es am wenigsten Probleme mit Durchfall.

Ein Katzenklo mit niedrigem Rand sollte ab dem Zeitpunkt bereit stehen, wenn die Kleinen die Wurfkiste verlassen. Kätzchen wollen instinktiv ihr Geschäft verscharren, sie werden sehr schnell sauber. Trotzdem passiert es ab und an, dass die Kleinen im Spiel vergessen wo das Klo steht oder der Weg zu weit ist. Abhilfe schaffen mehrere Klos in den Räumen, in denen sich die Kleinen aufhalten.

Das waren die wichtigsten Ratschläge und uns bleibt nur noch, Ihnen viel Spaß bei der Aufzucht Ihrer Kätzchen zu wünschen.

 

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